14 July 2013

Halbzeit

Ziemlich dämlicher Titel, denke ich mir sofort, aber gut es ist 5 vor 12, da kann man keine großen poetischen Hingucker mehr erwarten. Überhaupt klingelt in 5 Stunden schon wieder der Wecker und ich sollte lieber schlafen vor der großen Reise ins Land der noch größeren Möglichkeiten, aber ohne ein Schlusswort Asien verlassen, also das geht nun echt nicht.

Wir sind heute in Singapur und wieder blendend bei einer Frisbeespielerin untergekommen, von Eatdisc natürlich, also nochmal durchatmen. Die letzte Woche und damit seit der ersten Ankunft in dieser Stadt, die eigentlich eine einzig riesige Einkaufspassage darstellt, es gibg drunter und drüber, hin und her.
Klaus und ich hatten spontan entschlossen mit dem Frisbeeteam nach Kuala Lumpur zu fahren übers Wochenende - Roadtrip! Dass wir Sa morgen um 5 ins Bett sind hatte nichts mit Alkohol zu tun, eher mit warten und verfahren, interessant zu wisseb jedenfalls dass Walkie Talkies auch über mehrer Kilometer Entfernung noch funktionieren, sonst säßen wir heute noch in der falschen Lobby. Unser kleiner Stadtrundgang war vom Nichtstuen geprägt (nicht auf die Petronas Türme, nicht in die Moschee) und Pizza und Sonnenschein, erwähnenswert ist eher das Trainingsspiel am Sonntag gegen diverse KL-Frisbeeteams. Es war mal wieder so warm, meine Haut schlug Blasen aber wir haben der Tankstelle alles Wasser abgekauft, also kein Hitzschlag. Wegeb der fehlenden Duschen in die Waschanlage zu gehen wollte aber keiner mitmachen. Es war jedenfalls grandios mal wieder zu spielen!

Wir wurden mit den Pkws noch bis Melaka mitgenommen um dort chinesisch essen zu gehen und die Nacht zu verbringen, zur Abwechslung in einem tollen Hostel. Am nächsten Tag sind Klaus und ich wie die Zombies durch den kleinen Ort geschlendert, da Bus verpasst und unsere Muskeln hatten Kater. Auf dem Weg zur nächsten Insel, diesmal eine richtige mit Salzwasser drum rum, lag Mersing, klein dumm und hässlich der Ort, ich sag nur Bettwanzen! Und heute, als wir von da wieder wegwollten waren alle Busse in sämtliche Richtungen ausgebucht! Nur über den Schwarzmarkt sind wir entflohen...

Jedenfalls, die Insel Tioman war schön, entspannt, voller Katzen und Franzosen. Und abwechslungsreich, mit Dschungel im Hinterhof, in welchem wir Affen mit Babys beobachten konnten. Wir waren auch schnorcheln, ich zum ersten Mal und es war großartig, aber tauchen will ich nun doch nicht mehr lernen, da ich weiß: auch unter Wasser kann man Platzangst kriegen.

Nun sind 6 Monate schon wieder rum, die ersten drei haben sich so ewig angefühlt, wie sonst in Deutschland auf den Zug warten. Aber wenn man ständig unterwegs ist gehts ratz patz und schon ist Sommer! Kleiner Scherz. Seit Dezember ist Sommer bei uns... Am Ende hatten wir schon Panik, dass wir so braun werden, dass wir Probleme bei der Einreise in die USA kriegen, von wegen unseren Passfotos nicht mehr ähnlich sehen.
Ich werde das gute Essen vermissen, das Chaos und den Gemeinschaftssinn der Leute, wenn man das mal so übertrieben verallgemeinert über Asien sagen darf. Ich freue mich hingegen auf eine Waschmaschine, regelmäßig Frisbeespielen und Käse. Und natürlich wie verrückt darauf, mit einer meiner dollst-besten Freundinnen 3 Monate zusammen leben zu können! Coolio!

Aber erstmal hinkommen, erstmal mit Air India sämtliche Flughäfen in Indien abklappern (Chennai, Mumbai und Dehli) und in NY den Bus nach Burlington finden, um dann nach 2 Tagen am Di Abend endlich anzukommen. Was soll ich sagen, der Flug war unter 600
€, da muss man eben auch mal umsteigen können...

By Lia

6 July 2013

Vietnam! No. 1!

Vietnam! No. 1! Wir haben unsere Reisepläne geändert, für Vietnam. Wir entdecken das vietnamesische Essen oder auch nicht. Es ist für Vegetarier erneut enttäuschend. Die Nachfrage nach vegetarischem löst Stirnrunzeln aus, da es oft keine Alternative gibt. Oft müssen das Lokal wechseln. Leider bleibt uns dadurch auch das Straßenessen verwehrt und ebenfalls das Nationalgericht, Pho-Nudeln.
Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und schaffen es meistens etwas leckeres zu essen. 

 Doch kein Grund zur Sorge, die Kaffeekultur Vietnams entschädigt für verlorene Gaumenfreuden mit tiefschwarzem Arabica und zähflüssiger Kondensmilch. Wir finden das so toll, dass wir nun dank erstandender Kaffeemaschinerie und besten Kaffee unseren eigenen kochen können. 

 In Vietnam ändern wir unseren gemütlichen Reisestil und wechseln nun Orte im zwei Tages Takt, stehen dafür regelmäßig 6-7 Uhr auf und schrauben unser Bus-Meilenkonto nahe an unsere Schmerzgrenze. Es geht los mit einer bescheidenen Bootsfahrt von Kambodscha nach Vietnam. Wir dachten es wäre witzig die Grenze auf einem Boot zu überqueren, wo ist das schon auf einem Fluss möglich. War aber eher nich so prickelnd. Wir stranden am Anfang des Mekong Delta in der ersten oder der letzten Stadt Vietnams, gefühlt die letzte. Es gibt gar nichts zu sehen. Lediglich unsere lange suche nach unserem ersten vietnamesischen Kaffee sticht als Highlight heraus. Wir suchen und finden ein Lokal mit Kaffeetasse im Namen. Abseits der Hauptstraßen und weit weg von jeglichen Touristen. Von denen wir wahrscheinlich die einzigen an diesem Tag in diesem Ort waren. Wir bestellen erfolgreich einen für Südvietnam typischen Kaffee mit Eiswürfeln und 3 Esslöffel Zucker. Fortan trinken wir unter Beobachtung der herbei strömenden Leute. Aber nur einer traut sich etwas zu sagen. Unser Tischnachbar, der schon da saß, den Reisschnaps fest im griff, stets hilfsbereit. VIETNAM! Number One! Das sind die ersten und einzigen englischen Worte die wir wechseln werden. Nichts desto trotz reicht das für eine halbstündige Konversation über Vietnam. Number One! Und Zigaretten. Number One! Die wir probieren müssen. Am Ende wird uns Tabak in Palmenblätter zum rauchen angeboten. Drei Kippen in 10 Minuten, dazu der Kaffee. Das Herz rast, die Leute gehen wieder nach Hause, den Reisschnaps lassen wir lieber aus und der Monsun schickt seine ernstzunehmenden Vorzeichen. Wir verziehen uns auf unser Luxus-Hotelzimmer (10$) und glotzen Fernsehen.

 Die nächsten Tage werden viel besser. In Can Tho der Provinzstadt im Mekong Delta bleiben wir einen Tag länger und besuchen am frühesten Morgen einen schwimmenden Markt (aka Lebensmittel auf Booten). Es folgt Ho Chi Minh City. Ein Besuch im Museum über den Vietnamkrieg und ein Abendessen im indischen Restaurant bleibt uns in Erinnerung.

 Nach Ho Chi Minh Stadt bereisen wir ein kleines Dorf am Meer, Hoi An. Dafür gleichen wir unsere positive Klimabilanz ruckzuck mit einem Inlandsflug aus. 1 Stunde Flug oder 25 Stunden Busfahrt, die Entscheidung war schnell gefasst. Hoi An erweist sich als traumhaftes, atmosphärisches Dorf. Mit Musik, Kunst und sehr gutem Essen. Dazu genießen wir erstmals seit Indien wieder Strand und Meer. Diesmal beinahe für uns alleine unter natürlichem Plamendach und eigener Hängematte!
 Wir denken, dass der nächste Ort Hue uns auch gut gefallen wird und verlassen nach 2 Tagen wieder das vorläufige Paradies. Denkste, alles scheisse in Hue, wären wir doch in Hoi An geblieben. Schnell weiter in den Phong Nha Nationalpark. Schnell...Vietnam ist groß und selbst die relativ kurzen 130km dauern mit dem öffentlichen Bus 5 Stunden. 

Der Bus lässt uns am Ho Chi Minh Pfad raus und wir laufen die letzten schweren Meter mit unserem 17Kg Marschgepäck zum Gästehaus. Wir kommen an, treten ein und ab da beginnt aufs neue ein Urlaub vom Reisen. Wirklich nette Menschen empfangen und ertragen uns die nächsten 3 Tage. Wir spielen täglich Volleyball im Pool, trinken unverschämt viel Gin Tonic und Bier, belagern den Billiardtisch für zwei Nächte mit zwei sehr geselligen Deutschen/Italiener und machen eine abgefahrene Höhlentour. Die Höhlen durchqueren wir schwimmend mit Stirnlampe, springen von Felsen und kämpfen uns durch den Dschungel. 
 Wieder lassen wir leichtfertig ein Paradies hinter uns. Diesmal für Hanoi und die Halong Bucht. Der erste und letzte Nachtbus unserer Reise bringt uns erfreulich sicher ans Ziel. 5:30 Uhr stehen wir wieder wie zwei Außerirdische an der Straße und haben keine Ahnung wohin. Deshalb können wir auch den nett fragenden Taxifahrern keine Antwort geben. Die Stadt ist schon längst wach und den Menschen um uns herum ist die frühe Stunde nicht anzumerken. Wir suchen unser Heil ohne Frühstück im Stadtbus, auf der Suche zum nächst bestem Kaffee mit Wifi. Internet schläft selbstverständlich um diese Uhrzeit noch und so frühstücken wir am See auf der Bank. 
Wie werden mehr beobachtet als wir beobachten können, von Menschen jeden Alters, die an Bäumen hängen, sich auf Bänken wälzen, in Gruppen herumspringen, Federball spielen und versuchen zu rennen. Um 6 Uhr morgens... Vom zusehen derart erquickt, erreichen wir die andere Seite der Stadt und klingeln 8 Uhr morgens an der Pforte unserer Gastgeber Paul und Jyldyz. Weltenbummler, die im August nach Kasachstan weiterziehen werden. Beide sind sehr hilfsbereit und freundlich und machen es uns sehr einfach uns wohl zu fühlen. Dank ihrer Küche entdecken wir unsere Kochkünste wieder und Lia gibt Backunterricht. Gemeinsam mit Jyldyz enstehen zwei lecker Kuchen: Bienenstich und Schoko-Banane! Wir verbringen die nächsten Tage viel Zeit damit nichts zu tun, Wäsche zu waschen oder durch Hanoi zu streifen. Wir essen in Restaurants die entweder nicht so gut waren oder uns gar keine fleischfreie Alternative anbieten konnten. Die berühmte Strassenküche Hanois bleibt für uns aus gleichen Gründen verwehrt. Wir besuchen ein Museum für Ethnologie und die aufgebahrte Leiche des Landesvaters Ho Chi Minh. Die restliche Zeit sind wir vor stundenlangem Regen geflüchtet, wobei es uns einmal während des Gottesdienst in die Notre Dame von Hanoi geführt hat und das andere mal in einen Park zum Frisbee werfen mit den locals. 
 Wenn man in Hanoi ist muss man wohl auch der Halong Bucht einen Besuch abstatten. Mindestens drei Tage, das wurde uns geraten. Über die angebotenen Bootstouren hören wir gutes und schlechtes. Wir versuchen die Variante Gut und Günstig und verabschieden uns von unseren Couchsurfern für drei Tage. Wir fahren Boot und übernachten darauf. Wir fahren Kajak durch die Inselwelt und sehen eine große Höhle. Wir essen reichlich gutes Essen, lernen nette mitreisende kennen. Wir laufen durch den Dschungel um auf einen Berg zu kommen und chillen auf einer "einsamen" Insel. 

 Während der letzten Tage werden wir noch Zeuge eines Unfalls des krass-chaotischen Straßenverkehrs, wo Geisterfahrer völlig normal sind. Einer von diesen Mopedfahrern auf der falschen Seite kollidiert mit einem Rechtsabbieger und hat nach dessen Machine in der Seite auch des Fahrers Faust im Gesicht. Wir sind nur froh, von solchen Vorkommnissen verschont geblieben zu sein und verlassen Vietnam in einem Stück, heil und beeindruckt.


von Klaus
typisches Strassenessen
Haengematte: gute Investition (Hoi An)
Phong Na Nationalpark
Hanoi, offensichtlicherweise
Bootstour durch die Halong Bucht
aus dem Museum fuer Ethnologie
Monsunzuflucht in der Kirche
Hanoi, Old Quarter
die drei Kasper, oder so aehnlich (Muesum fuer Ethnologie)

28 June 2013

Another five days in paradise (update)

You may have been worrying about us. That we didn't make our flight, or that the flight didn't make it. Or that Vietnam didn't want to let us go... We still have to tell you how much we liked it there. But for now, I'd like to tell you about today.

As Marley said it, you shouldn't worry, not about us, not about a thing!
'Cause every little thing's gonna be alright!'
We had a great day doing nothing. Well, first of all I should mention that Klaus and I are in Indonesia now, at lake Toba to be precise. We flew to Medan, had a better time in this busy city than expected (got lost and then saved by locals, people here are amazing!) and then took the bus to go south for some holidays. Yes, that's right! It's holidays, not traveling.
Because we're not really trying to learn the language, learn about the culture or get involved in any other possible way with the country. We weren't trying to, but it still happened, on this day when we did nothing.

Sleeping long, time doesn't matter. Our little traditional cabin on the lake is big enough to give room to breathe, but has a tiny door to crawl through. The lake is still fresh in the late morning and the breakfast is simple but filling. Then we spent all day lying in our hammocks, listen to the water break at the lakeshore, to the big bugs flying around and to great music. While reading a book. I feel almost overwhelmed by art, which sounds strange, but I had the feeling we're not giving music and literature the time and attention that would be healthy for us.

Eventually we HAD to go out and at least walk around a little; we found a place full practically new born puppies. It's cuteness hard to believe, not even thinking of describing it! And while we're busy cuddling, suddenly an Indonesian man walk over to us, singing. Yes, he was singing in full volume looking straight at me, in a language I didn't understand but with an expression saying: "This is a good day!" I looked at him, perplexed, then at Klaus, asking: "Is this really happening?" But Klaus just smiled, and so did I. The man kept singing like a long lost popstar and we cuddled and stared.

We went back to our hammocks, almost euphoric, read some more and when the sun set we lay on the floor listening to music. It felt like the best not-doing-anything-day ever!
Dinner was gonna be the highlight. And it is! I just got to read some sweet emails from home and to eat a great pasta. They like veggies here in Indonesia! The best thing is that we ended up in a restaurant where nobody else ate but which has a local pub across the street where people play the guitar and sing folk songs (and it has internet!). So we get live music all night, authentic music, stuff that even the chefs in our place sing along with. Believe me, it's hard not to be very content right now. On the risk of sounding overexcited: we have five more days in paradise, including buffaloes.

next morning
I really want to add what happened last night after dinner and when we went home. Nothing big, but it's the small things, you know, like salt...
We're lying in bed, somewhere in the neighbourhood people played the guitar and sang english songs, a nice sound to fall asleep to. Just when I was about to drift away, I heard them singing
"...don't worry, about a thing. Cause every little thing's gonna be alright..."

by Lia

19 June 2013

weather, water and other curiosities

At first, forget all about you heard about Vietnam. Now listen.
It's like Thailand, just cooler. Greener. Better coffee. And the people...
Right now I can't think of a story to tell, buuuut... some interesting things at least.

It's almost been half a year since we've left, and we're so used to the constant heat, sweating all day and night, that's it became annoying but bearable. Walking into a room with a/c set on 25°C feels like walking into a fridge. And watching people in coats, on tv for example, seems like the strangest thing ever. Maybe once a month we wear proper shoes, ie. something else than flip flops. We like to shower multiple times a day, and also the amount of water we drink has doubled since we've left Germany. Shame you  have to pay for water here...

the best water is the one to swim in! - in Phong Na National Park with Philipp and Giacomo

By now Klaus and me look like two well baked buns, and though we put sunscreen on or wear long clothes, we seem to get more and more tanned. Hello, skin cancer! Lots of people in South East Asia cover almost every inch of their body, wearing a hoody, mouth cover, long pants or socks and even gloves! We were told different reasons for that, one story says that Vietnamese or Thai people don't want to get tanned because dark means farm worker and white means rich. Another explanation could be that the cities are so dirty from the cars and motorbikes that you can get an abscess on your skin if it's not covered. Both Klaus and me have been fine so far, but also we've always preferred being away from big cities.

Ankor Wat, 38°C, sunshine, people in gloves
The times we've been sick can be counted on the fingers of one hand (fingers crossed!), and for me this was mostly because of the sun. Stupid me sometimes forgets about water, tsts. Klaus doesn't seem to like some of the food, but so far the light medicine has always been enough. Luckily we had no malaria, no viruses, nothing. Though we eat in the streets quite often (no meat or fish), and we had been drinking strange water in Nepal for example. On top of that we cuddle every dog and cat we can lay our hands on, as you may have noticed. 
you can imagine my amazement seeing guinea pigs next to the street! (Ho Chi Minh City)
Asian people like chili and garlic, so maybe we've upgraded to immune system 2.0, or we're just sweating it all out. Most likely it is just not as bad as may have learned Asia would be. Just because we grow up in a sterile world with rubber gloves and tiled kitchens doesn't mean it's safer than a little wok in the street. Comparing sanitary systems here and there, I came to the conclusion that the word "clean" is an elastic term. Usually I rather sleep in a bamboo hut on a farm than in a hostel, as long as I have a mosquito net, of course. (keyword: spiders! or scorpions. or ants. I don't like ants anymore!)

common thing to see inside a street restaurant: Vietnamese people sharing food
The best thing so far has been couch surfing, as we're doing it right in this moment. You may remember Petch, the cool Thai with the pool we stayed with in Bangkok, and Franzi and Rob who showed us the most amazing waterfall north of Chiang Mai, and of course Niko and his beautiful wife and baby in Phnom Phen, Cambodia. Now, since some days we've been lucky enough to be hosted by Paul and Jyldyz in Hanoi, Vietnam's capital. Not only do they have a huge house, where we have 2 rooms and one bathroom to ourselves AND a kitchen we can use as well. Most importantly they are interesting, having lived in so many different places in the world; and very friendly and generous, for hosting us also for longer than we'd asked for, making us feel like we're at home. When you're constantly on the road, traveling from one place to the next within days, it's a feeling you can't beat to arrive somewhere. Here we have time to rest, let the impressions sink in, and to sleep until noon, nobody cares. For us, couch surfing often is like visiting friends that you didn't know you have.

Ok, enough cheesy text. I need to shower and eat some cake before Jyldyz and me go out shopping. Yesterday I taught her how to bake, today she will help me find something to wear in Halong Bay. We're a really good symbiosis!
Now some music instead of more photos, transferring our travel impressions of the last 3 weeks...


1. Kodaline - Love Like This (the Irish Coldplay, seen on MTV Vietnam)
2. Bastille - Pompeii ("...if you close your eyes, does it feel like nothing changed at all?")
3. Daft Punk - Get Lucky (dancing in Siem Reap, Ohrwurm everywhere)
4. of Montreal - Wraith Pinned To The Mist (Hostel Memories, same same Siem Reap)
5. C2C - Down The Road (best to be heard in all those endless bus rides...)
6. The Strangles - Peaches (billiard, cigarettes and traveling on the mind)
7. Patsy Cline - Walking After Midnight (heard in Phong Na Farmstay, last guys standing before midnight)
8. Band Of Horses - The Funeral (backpacker's ohrwurm, in memory of Giaco & Phil, hehe)
9. Parov Stelar - Chambermaid Swing (because we can't get enough of him, swing on!)

by Lia

5 June 2013

Angkor und Phnom Penh


Angkor

Angkor wollte ich mir auf der Reise auf keinen Fall entgehen lassen, somit Kambodscha und Phnom Penh.
Lia hatte von Angkor nur gehört, ich kannte die Tempel von Bildern und assoziiere damit Abenteuer und Schatzsuche im Dschungel. Angkor hält was es verspricht.

Die Erkundung erfolgt per Tuk Tuk das einem durch das Erbe der Khmer fährt und einem alle Zeit der Welt lässt die jeweiligen Tempel zu besuchen. Unser Fahrer merkt schnell das wir Deutsche sind und damit beginnt,wie so häufig zur Zeit, eine Fachsimpelei über Bayern München, Borussia Dortmund und Arjen Robben...

Hobbyforscher bei der Arbeit

Wir nehmen uns zwei Tage für die Tempelwelt und fangen am ersten Tag mit den weniger belaufenen an. Dadurch hatten wir die Muse die weniger spektakulären Tempel ausgiebig zu erkunden und hielten die Spannung hoch für die großen und bekannten Namen.

Der erste Tempel!

Einen Namen hat Angkor Wat, beeindruckend in Größe und Detail. Wir verlieren uns für einige Zeit in den erhaltenen oder restaurierten Gemäuern und entgehen dadurch schattensuchend der Sonne.

Angkor Wat von hinten
Der Dschungel und der Tempel vereint

Ebenso berühmt ist Ta Prhom, über den sich die Wurzeln großer Bäume schlagen und sich wie gefrorenes Wasser über die Mauern ergießen. Hinzu kommt eine Szenerie, die wohl die der Wiederentdecker gleich kommt. An manchen Stellen ist er nur noch ein haufen Steinblöcke oder im Dschungel versunken, wurden doch die meisten Tempel von Japanern, Indern (die 1980 erst die Nymphen Reliefs in Angkor Wat mit Säure vernichtet hatten), Franzosen, Deutschen, Italienern usw. bereits restauriert und aufgebaut.

Es ist großartig sich als Entdecker zu fühlen aber es gelingt uns dort nicht. Entgegen dieser Mona Lisa der Angkor Tempel, erfreuen sich die abgeschiedeneren einer Atmosphäre die authentischer ist und einer Ruhe die uns nach Bangkok und Reisestress aufatmen lässt. 

Friede, Freude, der Anfang vom Tag






In Ta Prhom wird man getrieben von schwärmen von Touristen aus aller Welt und schafft es nur schwer ein Foto ohne sie zu schießen, dabei ist gerade Nebensaison. So ist das heutzutage, wir gehören selbst zu ihnen.



Wir sind viel gelaufen, haben die Tempel intensiv erkundet und unseren Spaß gehabt, aber es ist genug. Am Ende von Tag 2 haben wir keine Lust mehr, es ist heiß und schwül und nach dem Mittag sind wir vollgestopft mit Morning Glory. Wir sagen zu unserem Fahrer "no more temple. To much temple, please bring us home" 
Er lacht, wir auch.


Und alle sind gluecklich



Phnom Penh

Am nächsten Tag verlassen wir den Ort und fahren nach Phnom Penh. Dort erwartet uns bereits Niko, Anna und ihre kleine Zia. 



Niko ist Frisbeespieler und seit Jahren in Süd-Ost Asien zuhause.
Wir dürfen uns zwei Nächte in ihrem Wohnzimmer bequem machen und helfen Niko beim Babysitten.

Zwei Franzosen in Kambodscha
Am ersten Abend nimmt er uns gleich mit zum Teamtreffen des Ultimate Frisbee Teams aus Phnom Penh,Angelinas Orphans (übersetzt Angelina Jolies Waisenkinder).
Da wir gegen sie in Bangkok gespielt haben, kennen wir schon einige. Wir haben einen sehr lustigen Abend mit Pizza und real french fries, Bier und Tischfussball.

Auf der Party lernen wir einen Autor des Lonely Planets kennen, der in unserem Reiseführer als Frisbeespieler erwähnt wird und angeblich gute Noten für Gästehäuser verteilt, deren Lobbys groß genug zum Scheibe werfen sind. Dieser Mann setzt die richtigen Schwerpunkte!

Auf dem Heimweg gibt uns Niko eine Stadtrundfahrt durch die Nacht. Leere Straßen in Phnom Penh sind eine Seltenheit, daher düsen wir nun entspannt zu später Stunde an allen sehenswerten Dingen vorbei. Wunderbar! Sightseeing ist sowieso überbewertet.




Am nächsten Tag zeigt uns Niko seine liebsten Restaurants, in denen wir stundenlang reden. Wir machen  Besorgungen auf den Märkten, trinken anschließend daheim einen Fruchtshake nach dem anderen und schlendern abends über das große Olympiagelände und bestaunen Massenaerobic wie das in Asien so üblich ist und fachsimpeln dabei über allerlei weitere kambodschanische Hobbysportler.

Probier doch mal
1 1/2 Tage Phnom Penh wurden dank Niko zu einer unverschämt guten Zeit. Dafür konnten wir uns nicht genug bedanken, versuchten es aber trotzdem. 


Kurzes Update hinterher. Wir sind nun in Vietnam, inmitten des Mekong Delta. Wir verbringen zwei Tage in Can Tho, danach gehts nach Ho Chi Minh City! 


By Klaus